Negroamaro
Negroamaro
Der Negroamaro ist eine typische Rebsorte der sonnendurchfluteten Landschaften Apuliens und gilt als eines der Sinnbilder Süditaliens. Sein Name, abgeleitet vom lateinischen Adjektiv „niger“ und dem altgriechischen „mavros“, verrät seine Essenz und Herkunft. Wahrscheinlich wurde er von den Griechen in den Süden eingeführt und verbreitete sich aufgrund seiner einzigartigen und geschätzten Eigenschaften in ganz Apulien: tiefviolette Farbe, dicke und widerstandsfähige Schale, süßes und saftiges Fruchtfleisch. Der daraus gewonnene Rotwein – mit undurchdringlich granatroter Farbe, ätherischen Düften und einem runden, leicht bitteren Geschmack – kann je nach Herkunft unterschiedliche Namen tragen, wie etwa Salice Salentino, eine warme und samtige Ausdrucksform des Salento-Territoriums.
Negroamaro: Die Etymologie des Begriffs Negroamaro
Unter den bekanntesten und wichtigsten Ausdrucksformen der Weinbaukultur Apuliens hat diese mediterrane Rebsorte über Jahre hinweg Historiker und Ampelographen fasziniert, die all ihre Werkzeuge und Kenntnisse einsetzten, um ihre Ursprünge nachzuverfolgen.
Auch der Name Negroamaro war unter Weinliebhabern Gegenstand von Debatten, bis hin zu einer regelrechten „Schatzsuche“ in der Hoffnung, eines Tages seine Herkunft genau bestimmen zu können. Bisher wurden zwei Hypothesen über die Etymologie seines Namens aufgestellt, die noch nicht bestätigt sind, aber als die wahrscheinlichsten gelten.
Interessant ist, dass in vielen historischen Dokumenten des 19. Jahrhunderts die Rebsorte nur unter dem Namen „Amaro“ ohne das Präfix „Negro“ erwähnt wird, um ihre typische Adstringenz durch die intensiven Tannine zu beschreiben. Es scheint fast, dass der heutige Name in der Neuzeit geprägt wurde.
Auch diese Theorie verdient es jedoch, näher betrachtet zu werden. Die erste, am wahrscheinlichsten erscheinende Hypothese besagt, dass der Name aus zwei Begriffen der klassischen Antike entstanden ist: „mavro“ aus dem Griechischen und „niger“ aus dem Lateinischen, beide mit der Bedeutung schwarz, verwendet zur Kennzeichnung seines dunklen und undurchdringlichen Farbkörpers.
Eine zweite Vermutung besagt, dass der Name durch die Verbindung zweier Begriffe des regionalen Dialekts entstanden ist: „niuru“ und „maru“, schwarz und bitter, die seine visuellen und geschmacklichen Eigenschaften beschreiben.
Die ersten Zeugnisse aus einem Schriftstück des 19. Jahrhunderts zeichnen sein Profil nach und beschreiben die Traube als schwarz, dunkel und tief, mit Trauben ähnlich wie Oliven und Pflaumen, die einen materischen, alkoholischen und duftenden Rotwein hervorbrachten, die erste antike Version des später berühmten Negroamaro IGT, heute so bekannt und geschätzt.
Die Verwirrung wird noch durch die verschiedenen Spitznamen verstärkt, unter denen die Rebsorte in den salentinischen Gemeinden bekannt war, wie „Albese“, „Abruzzese“, „Jonico“ und „Purcinara“. Trotz ihrer alten Geschichte ist sie heute eine der italienischen Weine, die am meisten die warmherzige und sonnige Seele Süditaliens verkörpert, so sehr, dass sie sogar einem der bekanntesten Musikgruppen Italiens ihren Namen gab.
Negroamaro: Sonne, Erde und Meer – Das Profil der salentinischen Traube
Sie wird im gesamten Salento angebaut, in den Provinzen Lecce und Brindisi bis hin zu Bari und Taranto. Früher wurde sie oft als Schnitttraube verwendet, die dank ihres hohen Zuckergehalts das Profil anderer nördlicher Rebsorten „wärmen“ konnte. In Apulien bildet sie zusammen mit der Schwester Malvasia Nera den berühmten Salice Salentino DOC.
Nach der modernen Neubewertung der Rebsorte wird sie heute auch sortenrein vinifiziert. So entsteht der Negroamaro Puglia, ein runder und warmer Rotwein, von dunkler, intensiver Farbe, wenig durchsichtig, tendierend zu violettschwarz, mit einem breiten und komplexen Duftprofil.
Aromen von mediterraner Macchia, dunklen Früchten, feuchter Erde, Johannisbrot und schwarzen Oliven folgen aufeinander auf einer Linie, die von warmen, umhüllenden Meeresbrisen getragen wird. Die Nase ist ein Panoramafoto des salentinischen Gebiets, von den oliven- und obstbaumreichen Böden führt es langsam hinunter zum blauen Meer.
Am Gaumen zeigt er all seine Wärme und Intensität mit einem reichen, vollen und leicht bitteren, tanninreichen Geschmack. Salz, Sonne und Substanz verschmelzen zu einem festen Körper, der den Schluck in einer langen geschmacklichen und olfaktorischen Persistenz trägt. Zu den repräsentativsten regionalen Weinen zählen Negroamaro Cantele, Masseria Maime von Tomaresca, Il Capoposto von Alberto Longo und Angiuli.
In den jüngeren Versionen passt Negroamaro zu Orecchiette mit Stängelkohl oder gefüllten Auberginen, bis hin zu komplexeren regionalen Kombinationen wie gegrilltem Lamm, Fleischbällchen in Sauce, Gnomerelli und Kalbsröllchen mit schwarzen Oliven.
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