Weine aus Bordeaux
Weine aus Bordeaux
Der Bordeaux-Wein ist ein herausragender Protagonist der weltweiten Önologie, Paradebeispiel für Eleganz und Prestige. Das Gebiet, reich an Weinbautraditionen, die weit in die Vergangenheit zurückreichen, ist vor allem für die Herstellung von Rotweinen aus Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc bekannt, deren Kombination zu einem Modell der Nachahmung weltweit geworden ist, bekannt als „Bordeaux-Cuvée“. Die Ausdrucksformen der berühmtesten und ältesten Châteaux, die in der offiziellen Klassifikation von Napoleon III. im Jahr 1855 enthalten sind und bis heute gültig ist, gehören zu den teuersten und prestigeträchtigsten Etiketten der Welt. In diesem von großen Rotweinen dominierten Kontext stechen die süßen und edelfaulen Weine aus Sauternes und Barsac hervor, absolute Spitzenreiter in Eleganz und Raffinesse. Hier entstehen zahlreiche Weine von unvergleichlichem Niveau, Meilensteine für Weinliebhaber auf der ganzen Welt.
Tradition und Klassifizierung der Bordeaux-Weine
Die Bordeaux-Weine stammen aus einer der bekanntesten Weinregionen Frankreichs, benannt nach der Hauptstadt der Region Aquitanien. Die Stadt Bordeaux, ursprünglich von den Römern als Burdigala gegründet, entwickelte sich zu einem strategischen Handelszentrum an der Mündung der Gironde. Historisch ist Bordeaux eng mit dem Export hochwertiger Weine nach England verbunden.
- Strategische Lage: Kreuzungspunkt von Dordogne und Garonne
- Historische Bedeutung: Export und Handel seit dem Mittelalter
- Qualität: Eng verbunden mit der offiziellen Klassifizierung von 1855
Geschichte und Entwicklung
Die Exzellenz der Bordeaux-Weine reicht bis ins 12. und 13. Jahrhundert zurück, als Aquitanien unter englischer Herrschaft stand. Damals wurde Weiß- und Rotwein oft gemischt („Claret“). Im 16. und 17. Jahrhundert etablierten sich moderne Weinbaugebiete wie das Médoc, unterstützt durch neue Eichenfassausbau-Techniken, die den Ruf der Weine in England stärkten.
- 16.–17. Jahrhundert: Aufbau bedeutender Weinregionen wie Médoc
- 17. Jahrhundert: Ausbau durch Familien wie Pontac mit neuen Eichenfässern
- Historische Bekanntheit: Saint-Emilion, Pomerol und Fronsac
Offizielle Klassifizierung und Premiers Crus
Die Weltausstellung 1855 in Paris etablierte die berühmte Bordeaux-Klassifizierung, die die besten Châteaux nach Reputation und Preis einstufte. Zu den Premiers Crus zählen:
- Château Lafite, Château Latour, Château Margaux, Haut-Brion, Mouton-Rothschild
- Weißwein-Premier Cru Supérieur: Château d’Yquem (Sauternes)
- Rangfolge: Stellt Châteaux nach Qualität und Preis dar
Gebiet, Produktionszonen und AOC
Bordeaux-Weine werden durch Konzepte wie Château (Produktion), Cru (Klassifizierung) und Terroir (Lage) definiert. Die wichtigsten AOC-Gebiete sind Pauillac, Margaux, Pessac-Léognan, Saint-Emilion und Pomerol. Châteaux sind international bekannter als die AOC-Namen selbst.
- Breitere AOC und Supérieur-AOC: Weine mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, z. B. Château de Reignac
- Entre-Deux-Mers AOC: Frische Weißweine zwischen Dordogne und Garonne
- Sauternes: Weltweit bekannter Süßwein südlich der Garonne
Makrozonen der Bordeaux-Weine
Die Region lässt sich in drei Hauptgebiete unterteilen, die jeweils charakteristische Rebsorten und Weinstile hervorbringen:
- Médoc: Berühmtestes Gebiet mit Premiers Crus wie Pauillac, Margaux, Saint-Estèphe. Hauptsorte: Cabernet Sauvignon, gefolgt von Merlot und Cabernet Franc.
- Graves: Elegante Rotweine und Weißweine, bekannt durch Pessac-Léognan und Haut-Brion.
- Libournais: Hügellandschaft entlang der Dordogne, dominierend Merlot. Bekannt für Rotweine von Saint-Emilion und Pomerol.
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