Weine aus dem Burgund
Weine aus dem Burgund
Die Weine aus dem Burgund sind weltweit dafür bekannt, über Jahre hinweg als Vorbild für die Verarbeitung von Chardonnay und Pinot Noir, den bekanntesten internationalen Rebsorten, gedient zu haben. Diese Region liegt in einem Tal am westlichen Ufer der Saône im zentralöstlichen Frankreich und profitiert von einem kühlen und gemäßigten Klima. Sie blickt auf eine sehr alte Weinbautradition zurück und ist geprägt von deutlich kleineren Betrieben als jene, die man im Gebiet von Bordeaux findet. Das Konzept des Terroirs entstand genau in dieser Region, da es die Essenz der Önologie widerspiegelt; hinzu kommt der Begriff der Domaines: eine Gesamtheit von Weinbergen, die auf mehrere Zonen desselben Gebiets verteilt sind und unterschiedlichen Appellationen angehören können. Die Erzeugnisse dieser Region versprechen hohe Qualität und ein Eintauchen in die Geschichte der französischen Önologie.
Geschichte, Ursprünge und kulinarische Tradition im Burgund
Die Weine aus dem Burgund blicken auf über 2000 Jahre Geschichte zurück. Bereits im Römischen Reich wurde der Weinbau in Frankreich eingeführt. Zwischen 500 und 1400 vertieften religiöse Gemeinschaften das Wissen über Weinbau und führten das Phänomen der weinbauenden Mönche ein. Sie wählten die besten Böden aus und legten die Grundlage für die heutigen Appellationen und das Konzept des Terroirs.
- Französische Revolution: Verlust kirchlicher Ländereien, Umverteilung an Bauern.
- Reblaus-Krise (1870–1880): Zerstörung vieler Weinberge und Neupflanzungen in kühleren Zonen.
- Heute: Hochwertige Produktion und international anerkannte Weine.
Die kulinarische Tradition des Burgunds ist eng mit den Weinen verbunden. Pinot Noir und Chardonnay harmonieren hervorragend mit lokalen Gerichten:
- Schnecken nach Burgunder Art – perfekt zu Weißweinen aus Savigny
- Geflügel – passt zu fein strukturierten Weißweinen
- Käse – unterstreicht die Tanninstruktur der Rotweine
Die wichtigsten Produktionszonen
Die Weine des Burgunds stammen aus fünf Hauptzonen, die sich durch Rebsorten und Klima unterscheiden:
- Chablis: Nördlich gelegen, ausschließlich Weißweine aus Chardonnay. Chablis-Weine zeichnen sich durch Frische und Feuersteinnoten aus und reifen meist im Stahltank.
- Côte d’Or: Prestigegebiet von Dijon bis Santenay. Unterteilt in Côte de Nuit (Pinot Noir, Chardonnay, Pinot Gris/Blanc) und Côte de Beaune (hochwertige Weißweine). Historisches Weingut: Louis Latour.
- Côte Chalonnaise: Südlich der Côte d’Or, bekannt für Rot- und Weißweine sowie Crémant de Bourgogne aus Rully.
- Mâconnais: Weiter südlich, ausschließlich Weißweine aus Chardonnay, weniger bekannt.
- Beaujolais: Südlichstes Gebiet, Heimat der Rebsorte Gamay. Berühmt für den Beaujolais Nouveau.
Klassifizierung der burgundischen Weine
Die Klassifizierung orientiert sich an einzelnen Weinbergen (Climats) und unterscheidet:
- Premier Cru: 562 Climats, ca. 11 % der Produktion. Weinbergname auf dem Etikett nach Dorf.
- Grand Cru: 33 Climats, ca. 2 % der Produktion. Nur Weinbergname auf dem Etikett.
Für die Côte d’Or gilt zusätzlich:
- Appellations Régionales: Bourgogne Rouge und Blanc, aus Trauben verschiedener Dörfer.
- Appellations Communales: Villages-Weine aus Trauben desselben Gemeindebiets.
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