Barbaresco
Barbaresco
Der Barbaresco ist ein großer piemontesischer Rotwein, ein aristokratisches Symbol mit legendären und antiken Wurzeln. In der Antike befand sich dort, wo heute die gleichnamige Ortschaft steht, ein dermaßen dichter Wald, dass sich die Ligurer vor der römischen Kavallerie verstecken konnten. Die Römer nannten diese Gebiete „barbarica silva“, da sie sie nicht unter ihre Kontrolle bringen konnten. Daraus entstand dann der antike Ortsname Barbaritium, aus dem sich der heutige Name ableitet. Der Wein wird aus Nebbiolo Trauben aus den nördlichen Langhe gewonnen und nach mindestens 26 Monaten Ausbau, davon mindestens 9 mit Holzkontakt, auf den Markt gebracht. Die Ausweisung besonders erfolgreicher Crus (Asili, Rabajà, Gallina, Pajorè und andere) und die Arbeit sagenumworbener Produzenten haben diesen Wein ins weltweite Rampenlicht gerückt. Er verdient heute einen Platz im Olymp der langlebigsten und prestigereichsten italienischen Rotweine: Die besten Interpretationen können auch über Jahrzehnte reifen und sich entwickeln.
Barbaresco: Geschichte des Barbaresco-Weins
Der Barbaresco ist eine der wichtigsten und symbolischen Ausdrucksformen der piemontesischen Weintradition, ähnlich dem Barolo, dessen Produktion nur im gleichnamigen Ort sowie in Neive und Treiso erlaubt ist. Die Rebsorte des Barbaresco ist der Nebbiolo, eine autochthone schwarze Traube antiken Ursprungs, aus der sehr elegante Weine mit großem Alterungspotential gewonnen werden. Der Name der Nebbiolo-Traube leitet sich vom Wort „nebbia“ (Nebel) ab, wegen des optischen Erscheinungsbildes der Trauben, die durch den Reifebelag leicht neblig wirken und nie vollkommen glänzend sind. Außerdem bezieht sich der Name Barbaresco auf die langen Reifezeiten, die die Lese bis in den späten Herbst verzögern, wenn die Landschaft von Nebel geprägt ist.
Die Ursprünge dieser Rebsorte im begrenzten Gebiet, in dem Barbaresco produziert wird, sind sehr alt: Die ersten Hinweise auf den Anbau stammen aus dem 1200, und beziehen sich auf Pachtverträge, die den Anbau von „vitibus neblorii“ erwähnen. Verschiedene Erwähnungen in Abhandlungen und offiziellen Dokumenten folgen in Schriften aus dem 17. und 18. Jahrhundert, in denen Anbaugebiete und Weinpräferenzen des damaligen Adels beschrieben werden. Die Nutzung dieser Trauben setzte sich bis 1894 fort, als der erfahrene und leidenschaftliche Agronom Dominizio Cavazza aus Modena zusammen mit neun anderen Landwirten offiziell die Genossenschaftskellerei für Barbaresco-Wein gründete, die heute weltweit bekannt und renommiert ist.
Nach einem Rückgang während des Zweiten Weltkriegs nahm die Produktion Ende der 1950er Jahre wieder Fahrt auf, dank brillanter Produzenten, die zusammen mit Pfarrer Don Fiorino die Genossenschaft der Produzenten gründeten, um die von Cavazza begonnene Arbeit fortzuführen, die 1915 mit seinem Tod unterbrochen worden war. Die hervorragenden Ergebnisse der Rebsorte in diesem Gebiet der nördlichen Langhe sind den trockenen, mergelhaltigen Böden und den sanften Hügeln mit optimaler Sonneneinstrahlung zu verdanken. Die Höhenlage in diesen Gebieten liegt zwischen 220 und 310 Metern über dem Meeresspiegel.
Barbaresco: Organoleptische Eigenschaften
Der Barbaresco ist einer der berühmtesten und begehrtesten italienischen Weine aus einer der besten Anbauregionen Italiens. Eine alte, faszinierende Tradition, die über die Jahre einen sehr eleganten, noblen Rotwein hervorgebracht hat, der die Zeiten der Reifung mühelos überdauert.
Aus der hohen Qualität der Trauben aus den Langhe entsteht der Barbaresco DOCG, ein Rotwein mit zartem Granatapfelrot, das mit der Reifung immer granatfarbener wird. Typische Aromen sind Veilchen, Waldfrüchte und wilde Gewürze, mit reichen und komplexen Nuancen. Der Geschmack ist trocken, voll, strukturiert, gut ausbalanciert, mit wichtigen Tanninen und langer Persistenz. Würze, Frische und Sanftheit vereinen sich zu einem eleganten Gleichgewicht.
Die Einzigartigkeit dieser Weine liegt in den speziellen Böden der Anbaugebiete, die zusammen mit traditionellen Weinbereitungsmethoden dem Wein eine ausgeprägte, komplexe und sehr expressive Persönlichkeit verleihen. Die langen Reifezeiten in Holzfässern, die mehrere Jahre betragen können, erfordern eine angemessene Belüftung, um alle organoleptischen Eigenschaften optimal genießen zu können.
Barbaresco: Passende Kombinationen
Der Barbaresco-Wein passt perfekt zu geschmortem roten Fleisch, Wild, Braten, gereiftem und Blauschimmelkäse wie Gorgonzola, alles Kombinationen, die die einzigartigen Eigenschaften dieses DOCG-Weins unterstreichen, der oft durch ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis besticht.
Barbaresco: Die besten Barbaresco-Weine
Die ständige Suche nach Perfektion bei der Schaffung eines Weins von höchster Qualität hat die Produzenten der Langhe dazu geführt, echte Rezepte und strikte Produktionsregeln zu entwickeln, wie sie von Angelo Gaja für den exklusiven und renommierten Barbaresco Gaja angewendet werden, ein großer Rotwein, der sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt hat, um eine persönliche Identität zu finden, ohne sich in Traditionen zu verlieren, und der seine Geschichte in jedem Glas erzählt.
Zu den historisch wichtigsten Produzenten gehören:
- Produttori del Barbaresco: historischer und klassischer Name der Denomination
- Prunotto: Vorreiter von Modernität und Forschung in den Langhe
- Roagna: die Geschichte der Herkunft des Barbaresco
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