Weine aus Sardinien
Weine aus Sardinien
Die sardischen Weine sind bedeutende und authentische Zeugen der mediterranen Weinkultur, die nach Meinung vieler Wissenschaftler sogar der Verbreitung des Weinbaus durch die Griechen vorausgeht. Eine Rebsorte mit dunklem und geheimnisvollem Ursprung wie der Cannonau, um eines der bekanntesten önologischen Symbole der Insel zu nennen, soll von den lokalen Bevölkerungen bereits in der nuraghischen Zeit angebaut worden sein – lange bevor Phönizier, Griechen und später Römer das große weinbauliche Potenzial Sardiniens entwickelten. Heute zeichnet sich die Weinproduktion der Insel durch Intensität, Körper, Struktur, Wärme und Mineralität aus – begleitet von einem unverwechselbar mediterranen Aromenspektrum. Gebiete wie Alghero, die Gallura und der Sulcis sowie Rebsorten wie Vermentino, Cannonau und Carignano, aber auch weniger bekannte wie Monica, Nasco oder Nuragus, gehören zu den vielen Protagonisten einer vielfältigen und lebendigen Weinlandschaft, die bis heute außergewöhnlich vital geblieben ist.
Sardinische Weine: eine jahrtausendealte Tradition
Sardinien bietet ein einzigartiges Weinbaugebiet, geprägt von kristallklarem Meer, Bergen und unberührten Landschaften. Die Weine der Insel vereinen nuragische, semitische, phönizische, minoische und römische Traditionen. Heute erlebt die Region eine Renaissance, die alte Methoden mit internationalen Märkten verbindet. So entstehen sowohl weltbekannte Spitzenweine als auch kleine, exklusive Produktionen für Kenner.
Historischer Hintergrund und Ursprung der Rebsorten
Die ältesten Zeugnisse der Weinproduktion stammen aus Monastir: Eine Traubenpressenwanne aus Sandstein aus dem 11.–7. Jh. v. Chr. liefert Hinweise auf den ersten Rotwein des Mittelmeers. Weitere Funde im Nuraghenkomplex Arrubiu in Orroli belegen die autonome Entwicklung der Weinproduktion.
- Römische Zeit: Erste Nachweise wichtiger Weinproduktion in den Hauptzentren.
- Vernaccia aus Oristano: Name leitet sich von „vite vernacula“ ab.
- 1392: Carta De Logu: Förderung der Weinbau-Traditionen durch Eleonora d’Arborea.
Historische Einflüsse: Aragonesen, Genueser, Pisani und Sabauden brachten neue Rebsorten wie Carignano und Bovale Spagnolo, während Nebbiolo im 19. Jh. in die Alta Gallura eingeführt wurde.
Moderne Weinproduktion und bedeutende Kellereien
Seit dem späten 20. Jahrhundert erlebt Sardinien einen Aufschwung in Qualität und Bekanntheit. Renommierte Önologen wie Giacomo Tachis schufen die ersten Super-Sardinian-Weine, während moderne Weingüter die internationalen Märkte erobern.
- Cantina Mesa: Sulcis
- Argiolas: Cagliari
- Sella & Mosca: Alghero, Capichera: Gallura
- Kleine handwerkliche Winzer wie Dettori, Columbu, Sedilesu setzen auf alte Traditionen
Wichtige Anbaugebiete Sardiniens
Die bekanntesten Weine Sardiniens stammen aus:
- Vermentino di Gallura: Provinz Sassari
- Carignano del Sulcis: südwestliche Küste
- Cannonau: Provinz Nuoro, Oliena, Nepente di Oliena, Jerzu
Darüber hinaus existiert eine große Vielfalt autochthoner Rebsorten:
- Weiß: Torbato, Nuragus, Nasco, Granazza, Malvasia Bianca, Vernaccia
- Rot: Cagnulari, Bovale, Monica, Nieddera
Aromen, Geschmack und ideale Kombinationen
Die Weine Sardiniens zeichnen sich durch intensive Aromen aus. Das mediterrane Inselprofil zeigt sich variabel:
- Vermentino: mineralisch, frisch
- Cannonau: rote Früchte, Myrte, kräftig
- Torbato: maritime Frische
- Malvasia di Bosa: sonnige Wärme, aromatisch
Weißweine passen zu Meeresdelikatessen wie Bottarga, rotem Thunfisch oder Hummer. Rotweine ergänzen hervorragend Porceddu, Cordula, Coratella und Pecorini. Dank der Vielfalt der Rebsorten und traditionellen Gerichte entstehen zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten.
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