Roséweine
Roséweine
Schöne chromatische Töne, filigrane und angenehme Gerüche, frische und fruchtige Aromen: Das sind einige der großen Vorzüge der Rosé Weine und sind der Grund für deren zunehmenden Erfolg. Es bleibt zwar beim Verbot des Verschnitts von Rot- und Weißweinen, aber dennoch gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Produktionstechniken für diesen Weintypus. Die geläufigste ist eine verkürzte Mazeration der Schalen der roten Trauben im flüssigen Teil des Mostes. Dank der Arbeit großartiger Winzer, haben die önologischen Expressionen in Rosa ein nennenswertes und herausragendes Niveau erreicht. Das gilt vor allem in der Provence und den Regionen Süditaliens, womit das Cliché, diese Weine seien nur unter Frauen und Jugendlichen beliebt, ein für alle Mal überwunden ist. Sie sind nun bei einem breiten, fachkundigen und sehr raffiniertem Publikum angekommen.
Die Techniken der Roséwein-Herstellung
Der Erfolg der Roséweine ist ein modernes Phänomen, das oft mit neuen Konsumtrends verbunden ist. Dennoch reicht die Tradition in einigen Regionen weit zurück. Besonders Süditalien – etwa Apulien und Sizilien – produziert seit jeher hochwertige Roséweine, die mit den Interpretationen der Provence konkurrieren.
Ein bedeutendes Produktionsgebiet ist der Gardasee zwischen Lombardei und Venetien, Heimat des bekannten Chiaretto. Auch die Abruzzen zählen zu den traditionsreichen Regionen und sind Ursprung des Cerasuolo d’Abruzzo, einem Rosé von hoher Qualität.
Tradition und Geschichte der Roséweine
Die Herstellung rosa gefärbter Moste ist ein jahrhundertealtes Phänomen, das auf bäuerliche Traditionen zurückgeht. Früher wurden weiße und rote Trauben gemeinsam gepresst, um einfache, aber charaktervolle Weine zu erzeugen.
- Roséweine waren zunächst regionale Spezialitäten
- Nach dem Zweiten Weltkrieg begann ihre internationale Verbreitung
- Moderne Weinbautechniken haben die Qualität stark verbessert
Heute existieren drei Haupttechniken zur Herstellung von Roséwein, die sich in Stil und Farbintensität unterscheiden.
Verbot der Weinmischung als Herstellungsprinzip
Die Mischung von Weiß- und Rotwein zur Erzeugung der rosa Farbe ist in den meisten Ländern verboten. Eine Ausnahme besteht nur für die Produktion von Cuvées bei Champagner und Schaumweinen.
Maischegärung: die häufigste Technik
Die kurze Maischegärung ist die verbreitetste Methode zur Roséproduktion. Dabei bleiben rote Trauben nur kurz mit dem Most in Kontakt.
- Mazeration über Nacht (6–12 Stunden) erzeugt zarte Farben
- Längere Kontaktzeiten ergeben intensivere Rosétöne
- Ergebnisse reichen von hellem Rosa bis zu Cerasuolo-Tönen
Viele Roséweine aus den Abruzzen und Roséweine aus Apulien basieren auf dieser Technik.
Saignée-Methode: französische Tradition
Die saignée-Technik („Ausbluten“) stammt aus Frankreich. Ein Teil des Mosts aus mazerierten Rotweintrauben wird abgezogen und als Roséwein vergoren.
- Wird häufig von Rotweinproduzenten genutzt
- Eignet sich auch für die Schaumweinherstellung
- Produziert strukturierte und aromatische Roséweine
Verwendung pigmentierter Trauben
Eine seltene Methode ist die Nutzung von pigmentierten, tanninarmen Trauben. Diese geben Farbe ohne Maischegärung ab.
- Beispiele: Nero d’Avola, Montepulciano, Cinsaut
- Erzeugt Roséweine mit eigenständigem Charakter
- Wird nur von wenigen Produzenten angewendet
Die wichtigsten Roséwein-Regionen
Mittelmeerregionen gelten als klassische Herkunft hochwertiger Roséweine. Besonders Süditalien und Frankreich prägen den Stil.
Roséweine aus Frankreich
Der Süden Frankreichs bietet ideale Bedingungen für Roséwein. Autochthone Sorten wie Cinsault und Grenache prägen den Stil.
- Provence: elegante und frische Roséinterpretationen
- Languedoc und Roussillon: vielfältige und charaktervolle Weine
- Tavel: berühmte Appellation für kräftige Roséweine
Italienische Roséweine
Italien produziert Roséweine in vielen Regionen. Jede Zone bringt eigene Stilrichtungen hervor.
- Südtirol: feine Roséweine aus Lagrein
- Gardasee: Bardolino Chiaretto mit frischer Struktur
- Süditalien: Cerasuolo d’Abruzzo und kräftige Roséinterpretationen
Speisen und Roséwein: ideale Kombinationen
Roséwein ist äußerst vielseitig und passt zu vielen Gerichten. Seine Frische macht ihn besonders beliebt im Sommer und beim Aperitif.
- Käse, Pizza und leichte Pasta
- Fisch, Krustentiere und Meeresfrüchte
- Romantische Dinner und gesellige Anlässe
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